Milkshake IPA

Milkshake IPA

Das Milkshake IPA ist nicht nur ein Trend, sondern mal wieder eine tolle Erweiterung des IPA Bierstils, nach den Hazy IPAs und den NEIPAs.

Geschichte und Herkunft

2015 schloss sich Jean Boiler IV, Besitzer und Head Brewers von Tired Hands Brewing Company aus Amerika mit der schwedischen Brauerei Omnipollo zusammen um ein IPA mit Laktose zu brauen. Gebraut mit Haferflocke und Laktose, nannten sie das Bier Milkshake IPA. Zu der Schwere des IPAs kamen noch Weizenmehl und 25kg Apfelpüree hinzu. Nach der Gärung gaben sie Erdbeeren und Vanillebohnen hinzu und stopften das Bier zudem noch mit Citra und Mosaic Hopfen. Am Ende kam daraus ein dickflüssiges, extrem fruchtiges IPA heraus – das erste Milkshake IPA. Jason Altström, Mitbegründer von Beer Advocate probierte 2016 den Sud und sagte:

„Not feeling it with this brew, extremely cloudy and a mess to say the least … Milkshake beers are not a trend or acceptable with traditional or even modern styles. … No excuses.”

Angetrieben von dieser Empörung, nutzen die Tirade Hands Brauer die Energie und brachten noch ganze 22 weitere Milkshake IPAs heraus. Mehr und mehr Brauer imitierten den Stil und bald kamen Variationen auf den Markt wie ein Milkshark, mit Ananas eingebraut, ein Blueberrie Milkshake IPA, mit Blaubeeren versehen und weitere tolle Kreationen.

Die Meinungen zum Milkshake IPA sind geteilt. Manche halten das IPA nicht für ein IPA, sondern für einen anderen Bierstil und manche feiern das IPA extrem ab. Andere wiederum befürchten, dass diese IPAs der Startschuss zum unsauberen Brauen sind. Dennoch sind die guten Milkshake IPAs slow brewed und werden mit Bedacht gebraut.

Herstellung und Geschmack

Milkshake IPAs sind trüb und enthalten Laktosebakterien. Darüber hinaus sind meistens frische Früchte verwendet und um diese Vielzahl auszugleichen, bedarf es schon einige Brauerfahrung. Im Sud sind viele Pektine, die von den Früchten herrühren und diese können den Sud nicht nur schwer, sondern auch fast marmeladenartig werden lassen. Dabei können Erdbeere, Brombeere, Ananas, Kiwis, Pfirsiche, Mangos und noch mehr Früchte zur Auswahl stehen. Fügt man zuviel Laktose hinzu, wird das Bier eher zu süss. Um den Schaum stabiler zu machen finden sich auch Hafer- oder Gerstenflocken darin, ebenso wie Weizenmalz oder Mehl, was die Struktur cremiger macht. Das Mundgefühl ist insgesamt etwas sämig und süss.