Hopfen und Malz

822 - Hopfen und Malz

Abt Adalhard vom Benediktinerkloster Corbie in Nordfrankreich verfasst ein Regelwerk zur Führung der Abtei, in dem es erstmals um das Ernten von Hopfen für das Bierbrauen geht. Ebenfalls geht es in der Urkunde um die Verbindung von Hopfen und Malz als Hauptbestandteile eines Bieres. Goethe schrieb dazu: „Denn oft ist Malz und Hopfen, an so vielen armen Tropfen, so viel verkehrten Toren, und alle Müh verloren.“

In dieser Zeit breiteten die Mälzer das Getreide bis zu einer Höhe von 10-15 cm auf dem Boden aus. Danach bedeckte sie es mit Wasser, so dass es binnen 24h bei 15-25°C zu keimen begann. Mit hölzernen Stöcken wendeten sie das keimende Getreide, um so für mehr Belüftung zu sorgen. Beim Keimen aktiviert das Getreidekorn wichtige Enzyme, die aus der Stärke Zucker gewinnen können. Das Getreide wurde anschließend auf eine Darre zum Trocknen gelegt. Nachdem das getrocknete Malz nach einiger Zeit wieder an Feuchtigkeit aufnahm, war man gezwungen damit schnellstmöglich zu brauen.

Zu dieser Zeit kannte man noch nicht die Wirkung der Hefe im Bier, aber man wusste bereits, dass das Bier besser in Nähe großer Bäckereien gelang. Die vielen Hefen in der Lust unterstützten den Gärprozess ungemein.

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