Taste the family
Hard Labor Brewing
Taste the family
Hard Labor Brewing
Auf dem letzten Craftbeer Festival 2026 in Stuttgart haben wir Ivo von Hard Labor Brewing aus Basel getroffen. 2019 hat er als klassischer Self Made Brauer die Marke gegründet und davor wie wir alle Heimbrauen betrieben. Sein eigentlicher Einstieg ins Bier Business fand mit einem Heimbrauset 2015 statt und die Anlage wuchs von 10l zu 30l dann zu 200l und auf heute 1000l. Die Biere sind bekannt experimentell, aber auch ungefiltert und umpasteurisiert zu sein. Es geht um Authentizität und das finden des Stils. Das wird bei unserem Set definitiv klar. Aber die Bandbreite der Brauerei ist enorm.
Pilsner
Wir fangen ganz leicht mit dem Pilsner Bier an. Es kommt goldgelb mit wenig Schaum ins Glas. Der Rest des Schaums ist schnell weg und dann setzen sich die maligne Noten frei. Der Antrunk ist malzig und etwas hopfig. Die Mitte prickelt gut und hinten kommt der Hopfen bitter an, so wie es sich für ein Pils gehört. Aber es schmeckt schon etwas gemilderter als die Pille aus dem Norden Deutschlands.


Double Ambrée
Inspiriert von den Abteibieren tritt dieses malzig Bier leicht rot im Ton auf. Der Schaum ist schnell weg, aber die Malznoten breiten sich aus. In der Nase bekommen wir Karamell und auf der Zunge Honig. Der Mittelteil ist leicht und moderat während der Abgang voller Honignoten mit Nougat und Toast ist.
Double Ambrée
Inspiriert von den Abteibieren tritt dieses malzig Bier leicht rot im Ton auf. Der Schaum ist schnell weg, aber die Malznoten breiten sich aus. In der Nase bekommen wir Karamell und auf der Zunge Honig. Der Mittelteil ist leicht und moderat während der Abgang voller Honignoten mit Nougat und Toast ist.

Hazy
Dann machen wir das Hazy IPA auf. Goldgelb mit etwas mehr Schaum zeigt es sich im Glas und dann der Geruch. Es riecht nach Kräutern und Gemüse. Bei genauerem Antrinken kommt auch ein kleiner Nebengeschmack auf die Zunge. Der Mittelteil prickelt leicht und im Abgang wird klar, die Zitrusnoten sind etwas Krautartigem gewichen. Wir denken so sollte es nicht schmecken.

Draft
Das hellgelbe Bier kommt mit einem schönen Schaum ins Glas. Es riecht nach Hopfennote und dennoch kommt eine leichte Zitruskomponente auf die Zunge. Eher leicht wie ein amerikanisches Light Beer tritt es mit wenig Kohlensäure auf. Der Abgang ist leicht, dezent und mit Zitrus untermalt. Schön um die Zunge mal frei zu bekommen, aber zu wenig um sich daran wirklich zu erinnern.


Draft
Das hellgelbe Bier kommt mit einem schönen Schaum ins Glas. Es riecht nach Hopfennote und dennoch kommt eine leichte Zitruskomponente auf die Zunge. Eher leicht wie ein amerikanisches Light Beer tritt es mit wenig Kohlensäure auf. Der Abgang ist leicht, dezent und mit Zitrus untermalt. Schön um die Zunge mal frei zu bekommen, aber zu wenig um sich daran wirklich zu erinnern.
Amber
Im Gegensatz zum vorigen Bier tritt das Amber stärker auf. Die Farbe ist deutlich Bernstein und der Geruch voller Malznoten. Der kleine Bruder vom Double Ambree ist auf der Zunge trotzdem leicht gehaltne und macht in der Mitte Spass. Denn hier Prisen sich die süßen Malzaromen in den Abgang.

Dipa
Jetzt wird es hopfig, so hoffen wir. Das Double Pia kommt mit einem Bernsteinton und jede Menge Trockenfruchtcharakter ins Glas. Der Geruch von Dörrpflaume steigt direkt in die Nase und auf der Zunge erinnert es mit seiner Bitteren direkt an ein amerikanisches Bier. Die Mitte prickelt zart und der Abgang ist voller schicker Malznoten und einer leichten Toastkomponente.


Dipa
Jetzt wird es hopfig, so hoffen wir. Das Double Pia kommt mit einem Bernsteinton und jede Menge Trockenfruchtcharakter ins Glas. Der Geruch von Dörrpflaume steigt direkt in die Nase und auf der Zunge erinnert es mit seiner Bitteren direkt an ein amerikanisches Bier. Die Mitte prickelt zart und der Abgang ist voller schicker Malznoten und einer leichten Toastkomponente.
Pale Ale
Eines der standhaftesten Biere der Reihe ist das Pale Ale. Es kommet Bernsteinfarben mit einem groben Schaum ins Glas. Der Geruch ist etwas leichteres Steinobst. Nicht zu alt aber auch nicht zu jung. Der Antrunk gestaltet sich darum auch angenehm leicht und der Malzgeschmack zieht mit dem Hopfen über die Zunge. Der Abgang ist ein klassisches Pale Ale.

NEIPA alkoholfrei
Das NEIPA kommt trüb matt gelb ins Glas. Der Schaum ist schwach aber der Hopfencharakter umso stärker. Die Hopfennoten springen förmlich aus dem Glas. Der Geruch ist stark Zitrus, Maracuja und sonstige spitze Früchte die ihr Bestes geben. Die Mitte ist leicht und auch der Abgang ist durch den fehlenden Alkohol leichter, aber dafür ist es eines der besten alkoholfreien Biere, die wir hatten.


NEIPA alkoholfrei
Das NEIPA kommt trüb matt gelb ins Glas. Der Schaum ist schwach aber der Hopfencharakter umso stärker. Die Hopfennoten springen förmlich aus dem Glas. Der Geruch ist stark Zitrus, Maracuja und sonstige spitze Früchte die ihr Bestes geben. Die Mitte ist leicht und auch der Abgang ist durch den fehlenden Alkohol leichter, aber dafür ist es eines der besten alkoholfreien Biere, die wir hatten.
NEIPA
Leider kann man das vom NEIPA nicht 100%ig sagen. Die Farbe mit goldgelb und die Klarheit sprechen sich gegen den Bierstil aus. Der Geruch ist zwar mit Maracuja voll aber der Alkohol holt eben auch die anderen Aromen, die Malz und Bitterkeit hervor. Darum geht der Zitrusgeschmack etwas verloren und macht Platz für das komplette Spektakel.

Porter
Nach so viel zopfigen Bieren kommt das Porter an die Reihe. Dunkelbraun fast schwarz gießen wir es ins Glas. Der Geruch von Kaffee macht sich breit und der Schaum löst sich schnell auf. Im Antrunk kommt direkt eine Röstnote, die sich gewaschen hat um die Ecke. Es wird richtig knackig Kaffee und die Mitte prickelt sanft das Bier in den Abgang. Hinten angekommen ist der Kaffee nicht mehr wegdichten. Manche mögen diesen starken Geschmack, aber nicht alle.


Porter
Nach so viel zopfigen Bieren kommt das Porter an die Reihe. Dunkelbraun fast schwarz gießen wir es ins Glas. Der Geruch von Kaffee macht sich breit und der Schaum löst sich schnell auf. Im Antrunk kommt direkt eine Röstnote, die sich gewaschen hat um die Ecke. Es wird richtig knackig Kaffee und die Mitte prickelt sanft das Bier in den Abgang. Hinten angekommen ist der Kaffee nicht mehr wegdichten. Manche mögen diesen starken Geschmack, aber nicht alle.
IPA
Zuletzt kommt das einfache IPA an den Start. Es zeigt sich goldgelb mit einem feinen Schaum der leicht wie eine Haut liegen bleibt. Der Geruch ist voller Zitrusnoten und der Antrunk leicht hopfig. Die Bitterkeit setzt ab der Mitte moderat ein und zeigt sich im Abgang eher deutsch als amerikanisch. Der Schluss ist voller Zitrusnoten und das Bier ist damit absolut easy zu trinken, aber auch nicht top nodge.

Vielen Dank für das umfangreiche Set – wir haben uns intensiv damit beschäftigt. Besonders positiv überrascht hat uns das alkoholfreie NEIPA, bei dem wir tatsächlich den ganzen Abend hätten bleiben können. Bei einigen anderen Bieren – insbesondere den Dosen – hatten wir jedoch den Eindruck, dass die grundsätzliche Richtung stimmt, die geschmackliche Tiefe aber noch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Aus unserer Sicht würde eine stärkere Fokussierung auf weniger Stile, dafür mit mehr Ausarbeitung im Detail, das Verhältnis von Qualität zu Vielfalt deutlich verbessern.







