Pearl Kühl-Sixpack
Pearl Kühl-Sixpack
Ein kühles Bier am See, beim Picknick oder unterwegs ist eine feine Sache. Weniger schön ist es, wenn aus dem gut gekühlten Bier nach kurzer Zeit ein lauwarmes Getränk wird. Genau hier setzt die flexible Kühltasche von PEARL an. Statt einer klassischen Kühlbox handelt es sich um einen mit Kühlgel gefüllten Flaschenträger, der sechs Flaschen beziehungsweise Dosen aufnehmen kann. Wir haben ausprobiert, wie gut das in der Praxis funktioniert.
Keine klassische Kühltasche
Die Bezeichnung Kühltasche trifft das Prinzip eigentlich nur teilweise. Das Produkt besteht aus mehreren miteinander verbundenen, mit Kühlgel gefüllten Elementen. Laut Hersteller ist der Träger für sechs Flaschen bis 0,33 Liter oder sechs Getränkedosen bis 0,5 Liter ausgelegt. Entscheidend ist dabei der Durchmesser. Flaschen und Dosen dürfen maximal etwa 60 Millimeter breit sein.
Vor der Verwendung kommt der komplette Träger für ein bis zwei Stunden ins Eisfach beziehungsweise in die Gefriertruhe. Anschließend werden die bereits vorgekühlten Getränke eingesetzt. Das Kühlgel übernimmt dann die Aufgabe, die niedrige Temperatur möglichst lange zu halten.
Das Konzept hat gegenüber einer normalen Kühlbox einen offensichtlichen Vorteil: Man braucht weder Kühlakkus noch Eiswürfel und schleppt keine sperrige Box mit sich herum.
Nach kurzer Zeit richtig kalt
Bei unserem Test hat uns zunächst überrascht, wie schnell das Kühlgel richtig kalt wird. Nach dem Aufenthalt im Gefrierfach ist der Unterschied deutlich spürbar. Das Material speichert ordentlich Kälte und liegt anschließend eng an den eingesetzten Flaschen an.
Praktisch ist außerdem, dass der Flaschenträger trotz der niedrigen Temperatur flexibel bleibt. Wir konnten ihn auch direkt aus dem Gefrierfach noch gut falten und handhaben. Das ist wichtiger, als es zunächst klingt. Würde das Material komplett steif gefrieren, wäre das kompakte Konzept im Alltag deutlich weniger praktisch.
Mit rund 450 Gramm Eigengewicht bleibt der Träger außerdem erheblich handlicher als eine klassische Kühlbox.
Sechs Bierflaschen einzusetzen braucht etwas Kraft
Ganz ohne kleinen Haken funktioniert die Sache allerdings nicht. Beim Einsetzen der Flaschen merkt man, dass der gefrorene Träger zunächst in seine endgültige Form gebracht werden muss.
Die ersten Flaschen lassen sich noch recht unkompliziert einsetzen. Soll der Träger vollständig mit sechs Flaschen bestückt werden, braucht es etwas Druck und ein wenig Nachhelfen, bis alles richtig sitzt. Gerade unmittelbar nach der Entnahme aus dem Gefrierfach ist das Material naturgemäß weniger geschmeidig als im warmen Zustand.
Für uns ist das allerdings kein entscheidender Nachteil. Hat man die Flaschen erst einmal eingesetzt und den Träger in Form gebracht, sitzen sie gut zwischen den kalten Gelbereichen. Nach ein paar Anwendungen weiß man zudem schnell, wie man die Flaschen am einfachsten einsetzt.
Wie lange bleibt das Bier kalt?
Hier liegt die eigentliche Stärke des Produkts. In unserem Praxiseindruck hält der Träger die eingesetzten Getränke lange angenehm kühl. Wichtig ist allerdings, das Prinzip richtig zu verstehen: Er ist in erster Linie dafür gedacht, bereits kalte Getränke kalt zu halten.
Wer sechs warme Bierflaschen hineinstellt, sollte deshalb keine Wunder erwarten. Sinnvoller ist es, das Bier vorher im Kühlschrank auf Trinktemperatur zu bringen und anschließend in den gefrorenen Flaschenträger zu setzen. Dann muss das Kühlgel nicht erst die komplette Flüssigkeitsmenge herunterkühlen, sondern lediglich den Wärmeeintrag aus der Umgebung ausgleichen.
Wie lange das Bier tatsächlich kalt bleibt, hängt natürlich von den Bedingungen ab. Außentemperatur, direkte Sonneneinstrahlung und Ausgangstemperatur der Getränke spielen dabei eine erhebliche Rolle. Eine pauschale Stundenzahl wäre deshalb aus unserem Test heraus nicht seriös.
Besonders praktisch für spontane Ausflüge
Sehr gut gefällt uns die Möglichkeit, den Träger zusammenzufalten. Mit ungefähr 208 x 184 x 20 Millimetern im zusammengelegten Zustand benötigt er vergleichsweise wenig Platz. Man kann ihn deshalb tatsächlich dauerhaft im Gefrierfach aufbewahren.
Das verändert die Nutzung im Alltag. Man muss vor einem spontanen Ausflug nicht erst daran denken, Kühlakkus einzufrieren. Der Träger liegt bereits kalt im Gefrierfach, sechs vorgekühlte Biere kommen hinein und es kann losgehen.
Für den Baggersee, einen Nachmittag im Park, das Picknick oder einen kurzen Ausflug ist das deutlich unkomplizierter als eine große Kühlbox. Natürlich ersetzt die Lösung keine gut isolierte Kühlbox für einen kompletten Tag mit größeren Getränkemengen. Das will sie aber auch gar nicht.
Unser Praxiseindruck
Uns gefällt die PEARL Kühltasche vor allem wegen ihrer Einfachheit. Einfrieren, Bier einsetzen und mitnehmen. Das Kühlgel wird schnell sehr kalt, der Träger lässt sich selbst im gefrorenen Zustand noch vernünftig falten und die Getränke bleiben anschließend lange kühl.
Etwas Kraft braucht man lediglich, wenn alle sechs Flaschen in den frisch gefrorenen Träger eingesetzt werden sollen. Sobald alles an seinem Platz ist, funktioniert das Konzept jedoch erstaunlich unkompliziert.
Gerade für Biertrinker, die nicht jedes Mal eine komplette Kühlbox mitschleppen möchten, ist das eine interessante Lösung. Uns hat vor allem gefallen, dass das Produkt nach der Benutzung wieder klein zusammengelegt werden kann und praktisch auf seinen nächsten Einsatz im Gefrierfach wartet.












