Framepox

Framepox

Was macht man mit einer Bierflasche, die eigentlich viel zu schade für den Altglascontainer ist? Genau hier kommt Framepox ins Spiel. Hinter Framepox steht Johann Kloster aus Schlüsselfeld. Seine Idee: besondere Flaschen nicht wegwerfen, sondern sie in einem Rahmen mit Epoxidharz dauerhaft in Szene setzen. Das Ganze entsteht in Handarbeit und verbindet Upcycling mit einem sehr persönlichen Erinnerungsstück.

Das Motto bringt die Idee ziemlich genau auf den Punkt: „Wir veredeln Ihre Lieblingsflasche.“ Und das gefällt uns. Denn gerade bei besonderen Bieren steckt hinter einer leeren Flasche oft viel mehr als nur das Bier, das einmal darin war. Vielleicht erinnert sie an eine Reise, einen besonderen Abend oder an ein Bier, nach dem man jahrelang gesucht hat.

Als wir Framepox entdeckt haben, wussten wir deshalb ziemlich schnell, welche Flasche wir Johann schicken wollten. Nicht irgendeine seltene Flasche aus unserem Bestand, sondern eine, mit der für uns eine ganz besondere Geschichte verbunden ist.

 

Unsere Geschichte mit dem Westvleteren 12

Vor einigen Jahren waren wir bei Karl im Bierhotel Ranklleiten zu Gast. In seiner Schatzkammer durften wir damals zum ersten Mal ein sagenumwobenes Westvleteren 12 aus dem Jahr 2011 probieren. Für Bierfans ist Westvleteren ohnehin ein besonderer Name. Das Trappistenbier aus der belgischen Abtei St. Sixtus wird traditionell nur in begrenzten Mengen verkauft und war lange Zeit außerhalb Belgiens extrem schwer zu bekommen.

Nach unserem Beitrag meldeten sich einige Amerikaner bei uns und erzählten uns mehr über diese besondere Abfüllung. Tatsächlich hatte die Abtei 2011 eine außergewöhnliche Verkaufsaktion gestartet, um dringend notwendige Renovierungsarbeiten am Kloster zu finanzieren. Dafür wurden spezielle Geschenkpakete mit sechs Flaschen Westvleteren 12 und zwei Gläsern zusammengestellt. 2011 wurden diese zunächst in Belgien verkauft. Für die USA wurden anschließend 7.760 dieser Pakete angekündigt.

Am 12. Dezember 2012 war es dann so weit: Die sogenannten Westvleteren XII Bricks kamen in limitierter Stückzahl offiziell in den amerikanischen Handel. Jeder Brick enthielt sechs 33-cl-Flaschen und zwei spezielle Westvleteren-Gläser und kostete damals rund 85 Dollar. Für amerikanische Bierfans war das eine außergewöhnliche Gelegenheit, denn normalerweise war Westvleteren dort nicht regulär erhältlich.

Wir hatten Jahre später das Vergnügen, eine dieser Flaschen zu trinken. Es war unser erstes Westvleteren 12 und genau deshalb wollten wir die leere Flasche nicht einfach irgendwo ins Regal stellen. Wir haben sie Johann von Framepox geschickt und aus einer leeren Bierflasche wurde ein Erinnerungsstück an einen dieser Biermomente, die man nicht vergisst.

Manche Flaschen sind eben leer. Aber ihre Geschichte bleibt.

Fazit

Die handwerkliche Umsetzung mit Epoxidharz macht aus einem Stück Altglas ein Stück Biergeschichte für die Wand. Und vielleicht ist genau das das Schöne an der Idee: Man konserviert nicht das Bier, sondern den Moment, der damit verbunden war.

Vielen Dank an Johann und Framepox für die Umsetzung. Unser Westvleteren ist längst ausgetrunken, aber seine Geschichte hängt jetzt an der Wand.



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