Bierhotel Blesius Garten

Bierhotel Blesius Garten

Wir waren am Wochenende im wunderbaren 4 Sterne Bierhotel Blesius Garten in Trier. Zwischen alten Römerbauten und den Weingärten der Mosel, liegt das schicke Hotel mit Biergarten.

Empfang

In etwa drei Stunden fährt man von Stuttgart nach Trier und gerade im Frühling gehört die Stadt zu den schönsten Reisezielen Deutschlands. Die älteste Stadt des Landes begeistert nicht nur mit beeindruckenden Ruinen aus der Römerzeit, sondern auch mit exzellentem Craftbier, hervorragenden Rieslingweinen und einer einzigartigen Naturkulisse.

Vom Hotel aus erreicht man die Innenstadt bequem in rund 20 Minuten zu Fuß. Schon bei der Ankunft werden wir herzlich empfangen und erhalten direkt unser Zimmer. Im gesamten Hotel dreht sich alles um das Thema Bier, von den gemütlichen Sitzecken über liebevoll gestaltete Vitrinen bis hin zur Rezeption, an der direkt das bekannte Kraftbräu gekauft werden kann.

Die Zimmer

Unser Zimmer befindet sich im dritten Stock und ist bequem mit dem Aufzug oder über die Treppe erreichbar. Die Einrichtung ist im klassischen Landhausstil gehalten, mit liebevollen Verzierungen, Bordüren und dezenten Karomustern. Gleichzeitig sorgen moderne Farben für eine frische und ansprechende Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt.

Das Zimmer selbst ist großzügig geschnitten und bietet neben zwei gemütlichen Stühlen auch eine kleine Arbeitsecke sowie ein äußerst bequemes Doppelbett, in dem wir hervorragend geschlafen haben. Das Badezimmer überzeugt durch seine Größe und eine vollständige Ausstattung mit allem, was man benötigt.

Nachhaltigkeit wird in diesem Hotel ebenfalls großgeschrieben. Das zeigt sich unter anderem an der Möglichkeit, auf den täglichen Zimmerservice zu verzichten und dafür als kleines Dankeschön ein Bier an der Bar zu erhalten.

Frühstück

Das Frühstück ist klasse angerichtet und fährt mit Allem auf, was das Herz begehrt. Wir haben hier frische Brötchen, als auch Bio Produkte von nebenan. Dazu kommen leckere Müslis und frisch gemachtes Rührei, also kein Eipulver durch die Mangel genommen. Es gibt einen Vitamin Kick durch Smoothies oder Ingwer Shots, welche ebenso frisch gemacht wurden. Dazu ist die Käseauswahl neben dem Scheibenkäse mit Weichkäse auch sehr gross und üppig. Also man kann sorichtig schlemmen und sich hier in den Tag einfinden.

Wellness

Der Wellnessbereich ist zwar eher kompakt, überzeugt jedoch mit einer angenehmen und durchdachten Atmosphäre. Nach unserer ausgiebigen Stadttour nutzen wir ihn vor dem Abendmenü samt Tasting, um etwas zu entspannen. Für die Gäste stehen ausreichend Liegen bereit sowie ein kleiner Pool mit integriertem Massagesprudler.

Zusätzlich gibt es einen abgetrennten, textilfreien Bereich mit Sauna und Infrarotkabine. Wer sich nach dem Saunagang abkühlen oder entspannen möchte, kann draußen auf der Terrasse verweilen. Natürlich nutzen wir sowohl die Sauna als auch den Pool für ein paar entspannte Bahnen. Das Wasser fühlt sich angenehm frisch an, während der zurückhaltende Chlorgehalt den Aufenthalt besonders angenehm macht.

Gerade zwischen Stadterkundung und Abendessen ist dieser Bereich ideal, um zur Ruhe zu kommen. Auffällig ist zudem die angenehme Privatsphäre: Zum Zeitpunkt meines Wellnessfotos war außer mir niemand im Bereich. Die Sauna ist auf 100 Grad aufgeheizt und lässt für Saunafans keinerlei Wünsche offen.

Tasting Frühling im Glas

Das Tasting schmeckt noch besser, als es sich auf der Karte liest. Den Auftakt macht das Kraftbräu Helle als perfekter Opener. Durch den Abend begleitet uns Dr. Andreas Gniffke, ein Biersommelierkollege, der mit viel Wissen und Leidenschaft souverän durch das spannende Pairing führt.

Das zweite Bier, das Two Chefs Brewing California Common Sichuan Dragon aus Amsterdam, harmoniert hervorragend mit dem Spargel-Erdbeer-Salat sowie der Lachs-Ceviche mit Rhabarber, Yuzu-Perlen und Gurke. Bereits hier wird klar, wie präzise Küche und Bier aufeinander abgestimmt sind.

Der dritte Vorspeisengang besteht aus einer cremigen Ziegenkäsevariation mit Roter Bete, Honig und Kekscrunch. Die feinen Spargelaromen und die würzige Pfeffernote greifen perfekt ineinander und sorgen gemeinsam mit dem Bier für ein außergewöhnlich rundes Geschmackserlebnis.

Anschließend folgt eine cremige Spargelsuppe, begleitet von einer Northern Monk Hopfenweisse. Das Bier bringt die Cappuccino-Creme der Suppe wunderbar hervor und rückt gleichzeitig den Spargel geschmacklich in den Mittelpunkt. Der grobe, stabile Schaum und die intensive Hopfenaromatik machen die Weisse zu einem echten Highlight.

Andreas steigert die Intensität der Biere behutsam weiter und serviert als Nächstes ein stärker gehopftes Saison-Bier von Dupont aus Belgien. Während er spannende Einblicke in das Thema Dosenbier gibt und erklärt, warum die Dose eigentlich das perfekte Medium für Craftbier ist, genießen wir das traditionsreiche „Bier der Landarbeiter“.

Danach landet ein noch intensiver gehopftes Bier von Maisel & Friends x Sibeeria im Glas. Es begleitet den Hauptgang aus Zander, Orangenrisotto und Fenchel. Normalerweise sind wir keine großen Fenchel-Fans, doch in dieser Kombination funktioniert er hervorragend. Vor allem die Verbindung aus Fisch und hopfenbetontem Bier überrascht positiv, eine Pairing-Erfahrung, die für uns völlig neu war.

Zum Vordessert wird ein hopfiges Smoothie-Bier von Funke Fluid Farm to Glass serviert. Es ist knackig, intensiv bitter und bereitet die Zunge perfekt auf den letzten Gang vor. Die Tropical Weisse Kettle Sour von Mikkeller begleitet anschließend die Panna Cotta mit Erdbeere, Himbeere und Vanille. Durch die angenehme Säure tritt die cremige Sahne besonders schön hervor, während die Schokolade mit leichter Minznote nochmals frische Akzente setzt.

Den Abschluss bildet der bernsteinfarbene Maibock von Kraftbräu, kräftig, aromatisch und ein würdiger Schlusspunkt des Tastings. An dieser Stelle muss man Andreas ein großes Kompliment machen: Das gesamte Tasting wirkt modern, frisch und vor allem wunderbar frühlingshaft. Die Bierauswahl ist perfekt mit der Küche abgestimmt und man spürt bei jedem Gang, wie viel Leidenschaft und Freude in diesem Konzept steckt. Eine klare Empfehlung – sofern noch Plätze verfügbar sind, sollte man unbedingt direkt buchen.

Zum Abschluss sitzen wir noch länger mit Andreas zusammen und sprechen über die Craftbeer-Szene in Trier, Stuttgart und Europa. Dazu gibt es noch einen Eisbock, zwei Lambic-Biere und ein überraschend leckeres Helles. Ein Abend, der definitiv länger in Erinnerung bleibt.

Danke

Uns bleibt das Hotel in Erinnerung als wunderbarer Ort zum Entspannen, Entdecken und Erfahren mit allen Sinnen. Danke für die schöne Zeit und die vielen Genussmomente. Wir kommen definitiv wieder.



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